| 22:42 Uhr

Insgesamt 12 Millionen Euro
Mehr Geld für die Jugendarbeit im Land

Graffitis und Freizeitbeschäftigungen wie Skateboarden sind beliebte Aktivitäten in Jugendzentren. In die soll nun mehr Geld fließen.
Graffitis und Freizeitbeschäftigungen wie Skateboarden sind beliebte Aktivitäten in Jugendzentren. In die soll nun mehr Geld fließen. FOTO: Rolf Vennenbernd / picture-alliance / dpa/dpaweb
Mainz. Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz will mit zusätzlichen Mitteln die Jugendangebote von Kommunen und Verbänden fördern. Im kommenden Doppelhaushalt 2019/20 werde der Etat für die Jugendarbeit wie bereits 2017/18 um zusätzlich eine Million Euro auf dann rund zwölf Millionen Euro erhöht, sagte Jugendministerin Anne Spiegel (Grüne) am Freitag in Mainz. Rheinland-Pfalz nehme in einer eigenständigen Jugendpolitik bundesweit eine Vorreiterrolle ein.

„Angesichts des demografischen Wandels besteht die Gefahr, dass Jugendliche und junge Erwachsene unzureichend wahrgenommen werden und es schwer haben, ihre Interessen in die Gesellschaft einzubringen“, sagte die auch für Frauen, Familie, Integration und Verbraucherschutz zuständige Ministerin. Das Land werde die jugendpolitische Strategie mit der Bezeichnung „JES! – Jung. Eigenständig. Stark“ weiterentwickeln und die mobile Jugendarbeit auf dem Land sowie die aufsuchende Jugendsozialarbeit fördern. Jugendpolitik sei ein Gradmesser für die Zukunftsfähigkeit von Kommunen.

Finanziert werde auch die Beschäftigung hauptamtlicher Bildungsreferenten in den Jugendverbänden. Deren Arbeit sei von entscheidender Bedeutung, um die meist ehrenamtliche Arbeit in den Verbänden abzusichern, sagte die Vorsitzende des Landesjugendrings, Leonie Hein. „Wenn es keine hauptamtlich beschäftigte Person gibt, läuft die Arbeit der ehrenamtlichen Kräfte oft ins Leere.“ Die Strategie der Landesregierung sei auch deswegen von hoher Bedeutung, „weil Ganztagsschule und Leistungsverdichtung für junge Menschen die Jugendverbände vor große Herausforderungen stellen“. Dem Landesjugendring gehören 24 Verbände an, darunter die DGB-Gewerkschaftsjugend, Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz, Naturfreundejugend, kirchliche Jugendverbände und die mit der SPD verbundene Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken.

(dpa)