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Verfassungsschutzchef stellt klar
Maaßen will CDU-Mitglied bleiben – Absage an AfD

Hans-Georg Maaßen, 
Noch-Verfassungs­schutzchef, will wohl nicht in die AfD eintreten.
Hans-Georg Maaßen, Noch-Verfassungs­schutzchef, will wohl nicht in die AfD eintreten. FOTO: dpa / Michael Kappeler
Berlin/Hamburg. Der bisherige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen will offenbar nicht der AfD beitreten – und lehnt damit eine Offerte des Parteichefs Jörg Meuthen ab. „Ich bin seit 30 Jahren CDU-Mitglied. dpa

Ich bleibe das“, sagte Maaßen der „Zeit“. In einer Abschiedsrede vor Geheimdienstkollegen im Oktober hatte Maaßen erklärt, dass er sich auch ein Leben in der Politik vorstellen könnte. AfD-Chef Meuthen hatte Maaßen daraufhin eingeladen. „Er würde gut in eine demokratische Rechtsstaatspartei wie die AfD passen“, hatte Meuthen gesagt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Montag angekündigt, den 55-jährigen Maaßen in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen. Hintergrund war eine Rede Maaßens, in der er Teilen der SPD linksradikale Tendenzen vorgeworfen und sich selbst als Kritiker einer „naiven und linken Ausländer- und Sicherheitspolitik“ bezeichnet hatte. Ursprünglich hatte Maaßen nach seinen umstrittenen Äußerungen zum Fall Chemnitz und der darauffolgenden Regierungskrise nur versetzt werden sollen.