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Atomabkommen
Maas’ US-Besuch bringt keine Annäherung im Iran-Streit

 Die Außenminister Maas (SPD, l.) und Pompeo in Washington.
Die Außenminister Maas (SPD, l.) und Pompeo in Washington. FOTO: dpa / Andrew Harnik
Washington. Die USA-Reise von Bundesaußenminister Heiko Maas hat keine Annäherung im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran gebracht und einen tiefen Riss im transatlantischen Verhältnis offenbart. „Wir schlagen zwei völlig unterschiedliche Wege ein“, bilanzierte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo bei seinem zweitägigen Besuch. Die Außenminister der drei europäischen Vertragsstaaten und die USA wollen trotzdem noch einen Versuch starten, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Spätestens Anfang Juli wollen sie in Europa zu einem Vierer-Treffen zusammenkommen.

Die USA-Reise von Bundesaußenminister Heiko Maas hat keine Annäherung im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran gebracht und einen tiefen Riss im transatlantischen Verhältnis offenbart. „Wir schlagen zwei völlig unterschiedliche Wege ein“, bilanzierte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo bei seinem zweitägigen Besuch. Die Außenminister der drei europäischen Vertragsstaaten und die USA wollen trotzdem noch einen Versuch starten, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Spätestens Anfang Juli wollen sie in Europa zu einem Vierer-Treffen zusammenkommen.

Die USA waren aus dem Atomabkommen ausgetreten, weil es ihnen nicht weit genug geht. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie China, Russland und der Iran selbst wollen den Pakt dagegen retten. Maas bekräftigte die „große Geschlossenheit“ der EU.

Der Minister traf in Washington mit Pompeo und dem Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, zwei Hardliner, die erst seit kurzem im Amt sind. Maas beschrieb die Gespräche als hart in der Sache, aber konstruktiv. Was das Iran-Abkommen angeht, musste er aber einräumen: „Ich glaube, dass wir von einem Kompromiss noch weit entfernt sind.“