| 22:56 Uhr

Provokanter Tweet
Linkspolitiker bezeichnet Tod eines Polizisten als „großartig“

Rennes. Ein linksgerichteter französischer Politiker ist wegen eines provokanten Tweets zum Tod eines in Frankreich als Helden gefeierten Polizisten festgenommen worden. Stéphane Poussier, erfolgloser Kandidat der Linkspartei La France Insoumise (LFI) bei der Parlamentswahl 2016, wurde am Sonntag in der Normandie in Gewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Er hatte im Kurzbotschaftendienst Twitter geschrieben: „Immer wenn ein Polizist erschossen wird (...) denke ich an meinen Freund Rémi Fraisse.“ Der Umweltaktivist war 2014 bei Protesten gegen ein Staudammprojekt im Süden Frankreichs von einer Tränengasgranate der Polizei getötet worden. Poussier fügte hinzu, diesmal sei es ein Polizeioberst gewesen. „Großartig!“ Und zusätzlich bedeute das: „Ein Wähler für (Präsident Emmanuel) Macron weniger.“

Ein linksgerichteter französischer Politiker ist wegen eines provokanten Tweets zum Tod eines in Frankreich als Helden gefeierten Polizisten festgenommen worden. Stéphane Poussier, erfolgloser Kandidat der Linkspartei La France Insoumise (LFI) bei der Parlamentswahl 2016, wurde am Sonntag in der Normandie in Gewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Er hatte im Kurzbotschaftendienst Twitter geschrieben: „Immer wenn ein Polizist erschossen wird (. . .) denke ich an meinen Freund Rémi Fraisse.“ Der Umweltaktivist war 2014 bei Protesten gegen ein Staudammprojekt im Süden Frankreichs von einer Tränengasgranate der Polizei getötet worden. Poussier fügte hinzu, diesmal sei es ein Polizeioberst gewesen. „Großartig!“ Und zusätzlich bedeute das: „Ein Wähler für (Präsident Emmanuel) Macron weniger.“

Ein islamistischer Attentäter hatte am Freitag in Südfrankreich vier Menschen getötet. Der Polizist Arnaud Beltrame, der sich gegen eine Geisel hatte austauschen lassen, erlag seinen Verletzungen.

Die Staatsanwaltschaft in der Normandie sagte, Poussier befinde sich wegen „Rechtfertigung von Terrorakten“ in Gewahrsam. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 100 000 Euro. Die LFI-Partei und ihr Vorsitzender, der ehemalige französische Minister für Berufsbildung Jean-Luc Mélenchon, verurteilten Poussiers Äußerungen.