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Für Architektur einer neuen Weltordnung
Leinen fordert vor Gipfel mit China mehr Kooperation

Jo Leinen, 
Chef der China-
Delegation im EU-Parlament.
Jo Leinen, Chef der China- Delegation im EU-Parlament. FOTO: dpa / Esteban Cobo
Brüssel. (dpa) Vor dem EU-China-Gipfel hat der SPD-Europapolitiker Jo Leinen einen „Pakt der Verantwortung“ zwischen Brüssel und Peking gefordert – auch gegen US-Präsident Donald Trump. „China und die EU müssen Stabilitätsanker einer neuen Weltordnung werden“, erklärte Leinen. dpa

Er ist Vorsitzender der China-Delegation im EU-Parlament. Die Spitzen der EU und der chinesischen Führung treffen sich heute in Peking zu ihrem jährlichen Gipfel. Hintergrund ist diesmal der zugespitzte Handelskonflikt zwischen China und den USA, die sich zuletzt gegenseitig mit Strafzöllen belegt hatten.

Leinen warnte: „Die Attacken von US-Präsident Trump auf multilaterale Institutionen und Vereinbarungen wie die WTO, die UNO, die EU das Paris- und das Iran-Abkommen verursachen global Verunsicherung und Unordnung.“ Dagegen sollten die EU und China mit einer gemeinsamen Gipfelerklärung ein starkes Signal auch zur Umsetzung des Weltklimapakts von Paris setzen. China solle zudem die Gelegenheit nutzen, ein Investitionsabkommen mit der EU voranzubringen.