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Übergriffe auf Schulhöfen
Kurdische Gemeinde besorgt über Antisemitismus

Gießen. Der Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Cahit Basar, hat sich besorgt über steigenden Antisemitismus unter Jugendlichen in Deutschland gezeigt. „Antisemitische Übergriffe sind an Schulen keine Einzelfälle“, sagte Basar gestern in Gießen. Wer das so darzustellen versuche, handele grob fahrlässig.

Der Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Cahit Basar, hat sich besorgt über steigenden Antisemitismus unter Jugendlichen in Deutschland gezeigt. „Antisemitische Übergriffe sind an Schulen keine Einzelfälle“, sagte Basar gestern in Gießen. Wer das so darzustellen versuche, handele grob fahrlässig und rede eine reelle Gefahr klein.

Er beobachte, dass sich religiöse Intoleranz nicht nur gegen jüdische Schüler richte, sondern auch gegen Schüler jesidischen und alevitischen Glaubens sowie gegen atheistische Schüler. Der Nahostkonflikt sowie „eine seit Jahren stattfindende religiöse Indoktrinierung, vor allem durch einige ausländische Medien und Moscheeverbände“, trügen den Hass auf die Schulhöfe.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht Schulen nicht ausreichend darauf vorbereitet, mit unterschiedlichen Kulturen umzugehen.



Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte der "Passauer Neuen Presse" (online), dass Lehrer mit religiösem Mobbing und Antisemitismus überfordert seien – "weil wir das bisher so nicht kannten".