| 21:38 Uhr

Islam-Debatte
Kühnert: Seehofer nutzt Ministerium für Wahlkampf

Juso-Vorsitzender Kevin 
Kühnert
Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert FOTO: Kay Nietfeld / dpa
Berlin. Juso-Chef Kevin Kühnert hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in der Islamdebatte Missbrauch seines Ministeriums für den bayerischen Landtagswahlkampf vorgeworfen. Seehofers Ministerium betreibe „Politik in eigener Sache“, kritisierte Kühnert im „Handelsblatt. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir für dieses Spiel bis zur bayerischen Landtagswahl im Herbst immer wieder alle in Mithaftung genommen werden.“

Juso-Chef Kevin Kühnert hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in der Islamdebatte Missbrauch seines Ministeriums für den bayerischen Landtagswahlkampf vorgeworfen. Seehofers Ministerium betreibe „Politik in eigener Sache“, kritisierte Kühnert im „Handelsblatt. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir für dieses Spiel bis zur bayerischen Landtagswahl im Herbst immer wieder alle in Mithaftung genommen werden.“

Die Äußerungen, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, bezeichnete Kühnert als „Kampagnenstrategie“, mit der die absolute Mehrheit im bayerischen Landtag verteidigt werden solle: „Die Konkurrenz von noch weiter rechts soll mit einem klassischen Identitätswahlkampf auf Distanz gehalten werden.“ Seehofer habe durch seinen „Egotrip“ nicht nur einen „indiskutablen politischen Stil“ offenbart, sondern auch die Bereitschaft zum Affront gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU).