| 23:04 Uhr

Bürgerkrieg in Syrien
Kranke und Verletzte werden aus Ost-Ghuta evakuiert

Duma. Kranke, Verletzte und ihre Begleiter haben gestern den zweiten Tag in Folge die umkämpfte syrische Rebellen-Enklave Ost-Ghuta bei Damaskus verlassen. Das gab ein Verantwortlicher des syrischen Roten Halbmonds bekannt. Die Hilfsorganisation koordiniert die am Dienstag gestartete humanitäre Evakuierung aus dem von der syrischen Armee bombardierten Gebiet.

Kranke, Verletzte und ihre Begleiter haben gestern den zweiten Tag in Folge die umkämpfte syrische Rebellen-Enklave Ost-Ghuta bei Damaskus verlassen. Das gab ein Verantwortlicher des syrischen Roten Halbmonds bekannt. Die Hilfsorganisation koordiniert die am Dienstag gestartete humanitäre Evakuierung aus dem von der syrischen Armee bombardierten Gebiet.

In der Stadt Duma versammelten sich am Morgen dutzende Menschen in einem Büro des Roten Halbmonds. In Krankenwagen wurden sie in einen von der Regierung kontrollierten Abschnitt gebracht. Jasser Delwan, der Chef des politischen Büros der islamistischen Rebellengruppe Dschaisch al-Islam sprach von 35 Patienten und ihren Begleitern, die gestern aus dem Kampfgebiet gebracht wurden.

Am Dienstag hatten im Zuge „humanitärer Evakuierungen“ bereits 146 Zivilisten Duma über den Kontrollpunkt Al-Wafidin verlassen. Tags zuvor hatte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) gefordert, mehr als tausend Menschen müssten „aus medizinischen Gründen“ dringend die Rebellen-Enklave verlassen.



Seit dem Beginn der Offensive syrischer Regierungstruppen auf Ost-Ghuta vor rund drei Wochen sind in der Region östlich von Damaskus nach Angaben der den Rebellen nahestehenden Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehr als tausend Zivilisten getötet worden, darunter über 200 Kinder.

Die humanitäre Lage ist katastrophal, es fehlt an Medikamenten und Lebensmitteln. Hilfslieferungen gelangen nur schwer in das umkämpfte Gebiet.