| 23:17 Uhr

Kraft mahnt Türken zu Besonnenheit

Köln. Vor der in Köln geplanten Demonstration von Anhängern des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan hat die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD ) türkischstämmige Bürger zu Besonnenheit aufgerufen. "Tragen Sie einen innenpolitischen Konflikt der Türkei nicht in ihre Wahlheimat Nordrhein-Westfalen, in ihre Familien, ihre Freundeskreise und auch nicht in ihre Herzen", sagte Kraft in einer Videobotschaft. Jeder habe das Recht, für seine Überzeugungen zu demonstrieren. "Aber bitte bleiben Sie besonnen, und bleiben Sie vor allem friedlich. Denn Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegen andere dürfen und werden wir in keinerlei Weise tolerieren." dpa/afp

Vor der in Köln geplanten Demonstration von Anhängern des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan hat die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD ) türkischstämmige Bürger zu Besonnenheit aufgerufen. "Tragen Sie einen innenpolitischen Konflikt der Türkei nicht in ihre Wahlheimat Nordrhein-Westfalen, in ihre Familien, ihre Freundeskreise und auch nicht in ihre Herzen", sagte Kraft in einer Videobotschaft. Jeder habe das Recht, für seine Überzeugungen zu demonstrieren. "Aber bitte bleiben Sie besonnen, und bleiben Sie vor allem friedlich. Denn Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegen andere dürfen und werden wir in keinerlei Weise tolerieren."

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sprach sich für größere Spielräume beim Verbot von Demonstrationen mit Gewaltpotenzial aus. Sie forderte die Möglichkeit für Polizei und Justiz, Demonstrationen abzusagen, wenn unabhängige Experten ein hohes Gewaltpotenzial sähen. Für Sonntag sind in Köln neben einer Demo von Erdogan-Anhängern auch drei Gegendemonstrationen angemeldet.

Die türkische Regierung hat derweil die Schließung von 45 Zeitungen und 16 Fernsehsendern angeordnet. Das teilte ein Behördenvertreter gestern Abend mit. Wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in den Putschversuch wurden zudem 149 Generäle und Admiräle aus der Armee entlassen.