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Juncker dringt in Flüchtlingskrise auf Solidarität und Quoten

Straßburg. In einem eindringlichen Appell hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Europa aufgerufen, die Flüchtlingskrise durch Solidarität zu lösen. Die EU müsse angesichts der Ankunft hunderttausender Menschen "mutig und entschlossen" handeln, sagte Juncker gestern im Europaparlament. afp

Trotz Widerstands aus Osteuropa forderte er die Verteilung von 120 000 Flüchtlingen über verpflichtende Quoten auf alle Mitgliedstaaten. Die Flüchtlingskrise werde "nicht schnell vorübergehen", sagte er. Die EU habe die moralische Pflicht zu handeln und zu helfen. Er wolle kein Europa, in dem "Boote von Landestellen zurückgedrängt werden, Flüchtlingslager in Brand gesteckt oder arme und hilflose Menschen ignoriert werden", sagte Juncker.