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Cum-Ex-Geschäfte
Banken und Börsenhändler bringen Fiskus um Milliarden

Berlin. Banken und Börsenhändler sollen den deutschen Staat mit Cum-Ex-Geschäften um 5,3 Milliarden Euro betrogen haben. Davon wurden bisher 2,4 Milliarden erfolgreich zurückgefordert oder gar nicht erst ausgezahlt, teilte das Bundesfinanzministerium gestern in Berlin mit. Staatsanwälte und Steuerfahnder gingen 417 Verdachtsfällen nach.

Banken und Börsenhändler sollen den deutschen Staat mit Cum-Ex-Geschäften um 5,3 Milliarden Euro betrogen haben. Davon wurden bisher 2,4 Milliarden erfolgreich zurückgefordert oder gar nicht erst ausgezahlt, teilte das Bundesfinanzministerium gestern in Berlin mit. Staatsanwälte und Steuerfahnder gingen 417 Verdachtsfällen nach.

Bei den Cum-Ex-Deals schoben Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit Ausschüttungsanspruch rasch zwischen mehreren Beteiligten hin und her, bis dem Fiskus nicht mehr klar war, wem sie gehörten. Die Folge: Bescheinigungen für die Rückerstattung der Kapital­ertragsteuer wurden mehrfach ausgestellt, obwohl die Steuer nur einmal gezahlt wurde. Ob das illegal war, ist noch nicht abschließend richterlich geklärt.