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Eigener Kandidat bei Ministerpräsidentenwahl
AfD in Thüringen könnte Ramelow ins Amt verhelfen

Erfurt. Die Thüringer AfD will bei der Ministerpräsidentenwahl einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. „Wir brauchen einen Gegenkandidaten zu Bodo Ramelow“, sagte Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke am Mittwoch in Erfurt. dpa

Man sei auf der Suche nach einem Bewerber, der eine „bürgerliche Mehrheit“ hinter sich versammeln könne, sagte Höcke. Dies müsse auch keine Person aus den Reihen der AfD sein. „Einfach um deutlich zu machen, dass wir unser zentrales Wahlversprechen im Auge behalten, wird es einen Gegenkandidaten geben.“ Die Wahl Ramelows ist für den 5. oder 6. Februar geplant. Höcke signalisierte zugleich, dass er selbst nicht antreten wolle. Linke, SPD und Grüne steuern in Thüringen auf eine Minderheitsregierung zu. Ihnen fehlen vier Stimmen im Landtag. Feste Zusagen für eine Unterstützung gibt es aus den anderen Fraktionen nicht. Ein Gegenkandidat zu Ramelow (Linke) im dritten Wahlgang könnte am Ende ihm selbst die Wahl erleichtern.