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Hohe Erwartungen an Merkels ersten Besuch bei Trump

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist heute unter hohem Erwartungsdruck zu ihrem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump nach Washington. Der Besuch sei eine Gratwanderung, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. Merkel müsse einerseits auf die Fortsetzung einer werteorientierten Zusammenarbeit pochen und andererseits Deutschland und Europa gegen eine protektionistische Politik von Trump mit Zöllen und Handelsbeschränkungen abgrenzen. Agentur

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist heute unter hohem Erwartungsdruck zu ihrem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump nach Washington. Der Besuch sei eine Gratwanderung, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. Merkel müsse einerseits auf die Fortsetzung einer werteorientierten Zusammenarbeit pochen und andererseits Deutschland und Europa gegen eine protektionistische Politik von Trump mit Zöllen und Handelsbeschränkungen abgrenzen.

Der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit, Jürgen Hardt, sieht als oberstes Ziel für das Treffen aber den Aufbau von Vertrauen. Am Wichtigsten sei es, Trump klarzumachen, "dass auf der Basis von Partnerschaft über Unstimmigkeiten geredet werden kann, aber nicht aus einer Konfrontation heraus", sagte er der dpa. Merkel werde sich "alle Zeit" nehmen, um zu Trump einen persönlichen Draht aufzubauen und den Boden für ein gutes Miteinander zu bereiten. Merkel kommt morgen mit Trump, Vizepräsident Mike Pence und Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster zusammen.

Linke und Grüne verlangten von Merkel, den - von ihr 2014 selbst mitverfassten - Nato-Beschluss zur Erhöhung der Militärausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2024 abzulehnen. Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht sagte der dpa, die Nato sei auch deshalb ein Problem, weil sie US-dominiert und -geführt sei. Europäische Interessen spielten eine untergeordnete Rolle.