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Klöckne: Versorgung gefährdet
Hausärzte im Durchschnitt am ältesten in Rheinland-Pfalz

Hausärzte werden häufig gebraucht. In Rheinland-Pfalz sind sie im Alters­durchschnitt die ältesten Mediziner.
Hausärzte werden häufig gebraucht. In Rheinland-Pfalz sind sie im Alters­durchschnitt die ältesten Mediziner. FOTO: Benjamin Ulmer / dpa
Mainz. Hausärzte sind im Vergleich in Rheinland-Pfalz unter Medizinern am ältesten. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 56 Jahren. Das geht aus der Antwort von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) auf eine Anfrage der CDU im Landtag hervor. In einigen Kreisen sind Hausärzte überdurchschnittlich alt: in Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Cochem-Zell, im Donnersbergkreis, in Kaiserslautern, Kusel, Südliche Weinstraße, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Lahn, Vulkaneifel sowie den Städten Landau und Ludwigshafen.

Nicht besser sieht es bei Kinder- und Jugendpsychiatern sowie Chirurgen aus. Am unteren Ende rangieren Strahlentherapeuten mit 50 Jahren im Schnitt, gefolgt von Pathologen und Nervenärzten mit 51.

CDU-Oppositionschefin Julia Klöckner warnte gestern: „Die ärztliche Versorgung in Rheinland-Pfalz ist gefährdet.“ Laut Klöckner müssten über die Hälfte aller Vertragsarztpraxen altersbedingt bis 2022 nachbesetzt werden.

Bätzing-Lichtenthäler sieht die Versorgung dagegen sichergestellt, weiß aber um die Gefahr des Ärztemangels auf dem Land. Deshalb solle der Masterplan zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung mit Förderung der Ansiedlung von Hausärzten auf dem Land fortgesetzt werden. Klöckner kritisierte, es gebe zu wenige Plätze für Medizinstudenten und Fördermittel würden nicht abgerufen. Die CDU-Fraktion will das Thema nächste Woche im Landtag ansprechen.



(dpa)