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Gräben in bayerischer Koalition vertiefen sich

München. Einen Monat vor der Bundestagswahl werden die Gräben zwischen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und seinem Stellvertreter, Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP, Foto: dpa), immer tiefer. "Die Realität zeigt: Ich bin täglich auch Wirtschaftsminister in Bayern", sagte Seehofer der "Passauer Neuen Presse". Zeil griff im Gegenzug Seehofer frontal an

München. Einen Monat vor der Bundestagswahl werden die Gräben zwischen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und seinem Stellvertreter, Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP, Foto: dpa), immer tiefer. "Die Realität zeigt: Ich bin täglich auch Wirtschaftsminister in Bayern", sagte Seehofer der "Passauer Neuen Presse". Zeil griff im Gegenzug Seehofer frontal an. "Wirtschaftspolitik ist etwas anderes, als jeden Tag allen alles zu versprechen", sagte Zeil der "Abendzeitung". Damit hat der seit Wochen andauernde Streit zwischen CSU und FDP einen neuen Höhepunkt erreicht. Seehofer betonte, er habe die "Hauptverantwortung" für die bayerische Struktur- und Wirtschaftspolitik. "Und die nehme ich wahr." Zeil sagte: "Ich hab' schon überlegt, ob ich ihm einen Rollentausch vorschlagen soll: Ich bring' die Staatskanzlei auf Vordermann. Und er kann in einem Wirtschaftsministerium lernen, wie man statt täglichem Aktionismus auf die Zukunft ausgerichtete Wirtschaftspolitik macht." dpa