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Kein Schadensersatzanspruch
Gericht erlaubt Bäumen das Abwerfen von Nüssen

Frankfurt/Main. Walnussbäume dürfen nach Ansicht des Amtsgerichts Frankfurt im Herbst tatsächlich ihre Nüsse abwerfen, ohne dass der Eigentümer Gefahr läuft, für einen etwaigen Schaden haften zu müssen. Der jährliche Fruchtfall sei auf „eine Gegebenheit der Natur zurückzuführen“ und müsse hingenommen werden, heißt es in einem jetzt veröffentlichten Urteil (Aktenzeichen 32 C 365/17 (72)).

Walnussbäume dürfen nach Ansicht des Amtsgerichts Frankfurt im Herbst tatsächlich ihre Nüsse abwerfen, ohne dass der Eigentümer Gefahr läuft, für einen etwaigen Schaden haften zu müssen. Der jährliche Fruchtfall sei auf „eine Gegebenheit der Natur zurückzuführen“ und müsse hingenommen werden, heißt es in einem jetzt veröffentlichten Urteil (Aktenzeichen 32 C 365/17 (72)).

Geklagt hatte eine Frau in Frankfurt am Main, deren Auto durch herabfallende Nüsse eines Baums des Nachbarn beschädigt worden war. Sie wollte von dem Mann den Schaden ersetzt bekommen.

Dem folgte das Gericht jedoch nicht. „Um eine Gefährdung durch herabfallende Früchte gänzlich auszuschließen, bliebe in der Konsequenz nur die Möglichkeit, entsprechende Früchte tragende Bäume ganz zurückzuschneiden oder mit Fangnetzen zu umhüllen“, heißt es in der Urteilsbegründung. Dies sei jedoch unzumutbar und in Städten auch nicht wünschenswert, findet das Amtsgericht.