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Nach Rücktritt des Deutsch-Türken aus Nationalmannschaft
Gerhard Schröder geht in Özil-Streit auf Heiko Maas los

München. Altkanzler Gerhard Schröder hat Außenminister Heiko Maas (beide SPD) für seine Äußerungen zum Fall Mesut Özil kritisiert. Es sei „unerträglich“, dass sich ein Außenminister in der Debatte über einen deutschen Fußballspieler mit türkischen Wurzeln so einlasse wie Maas, sagte der frühere SPD-Chef der „Süddeutschen Zeitung“.

Maas‘ „dumpfe Kommentare“ hätten mit sozialdemokratischen Vorstellungen von Integration „absolut nichts zu tun“, betonte Schröder.

Özil hatte seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt und dies mit weit verbreitetem Rassismus gegen ihn als Deutschtürken begründet. Maas sagte, er glaube nicht, „dass der Fall eines in England lebenden und arbeitenden Multimillionärs Auskunft gibt über Integrationsfähigkeit in Deutschland“.