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Alle haben das Ziel USA
Fünf deutsche Politiker reisen in vier Flugzeugen

 Kanzlerin Angela Merkel und weitere Mitglieder des Kabinetts ernten für ihre Reiseplanungen Kritik.
Kanzlerin Angela Merkel und weitere Mitglieder des Kabinetts ernten für ihre Reiseplanungen Kritik. FOTO: dpa / Kay Nietfeld
Berlin. Fünf Kabinettsmitglieder, darunter die Kanzlerin, fliegen in die USA. Sie nutzen vier verschiedene Maschinen. Von den Grünen kommt Kritik.

(dpa) Wenige Tage nach der Verabschiedung des Klimapakets reisen fünf Mitglieder der Bundesregierung in vier verschiedenen Maschinen (davon drei Flugzeuge der Luftwaffe) an die US-Ostküste. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) startete am Sonntag mit Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zum UN-Klimagipfel in New York, der heute beginnt. Danach nimmt sie an der UN-Generalversammlung teil. Ebenfalls am Sonntag hob eine Maschine mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihrer Delegation Richtung Washington ab. Sie trifft dort ihren US-Ministerkollegen Mark Esper.

Am Dienstag bringt die Flugbereitschaft dann auch noch Außenminister Heiko Maas (SPD) nach New York, was schon länger geplant ist. Er nimmt bis Freitag an der UN-Generalversammlung teil und löst dort sozusagen die Kanzlerin ab.

Fliegen ist das klimaschädlichste Verkehrsmittel. Wer in einem normalen Passagierflugzeug von Frankfurt/Main nach New York fliegt, verursacht laut Umweltbundesamt den gleichen CO2-Ausstoß wie bei 21 900 Kilometer Fahrt mit dem Auto.



Ursprünglich hatte Kramp-Karrenbauer mit ihrer Delegation in der Maschine der Kanzlerin mitfliegen sollen. Doch dann soll laut  „Bild am Sonntag“ das Kanzleramt dem Verteidigungsministerium signalisiert haben, dass ein Mitflug von Kramp-Karrenbauers Delegation nicht gewünscht sei und die Anreise eigenständig erfolgen solle.

Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Tobias Lindner, sagte dem „Spiegel“: „Der zusätzliche Flug ist nicht nur ökologisch unsinnig, sondern auch Steuergeldverschwendung.“

Zusätzlich flog auch Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) nach New York, laut ihrem Ministeriums aber wegen früherer Termine bereits vor ihren Kabinettskollegen – mit einer Linienmaschine. „Wir reisen hier alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten an, wir haben hier eine Menge Termine“, sagte sie.

(dpa)