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Krisenherde
Friedensforscher fordern weniger Waffenexporte

Berlin/Bonn. (epd) Die internationale Gemeinschaft ist Friedensforschern zufolge immer weniger in der Lage, weltweit für Frieden und Sicherheit zu sorgen. „Von einer stabilen und gerechten Friedensordnung ist die Welt gegenwärtig weit entfernt“, heißt es in dem gestern in Berlin vorgestellten Friedensgutachten 2018 mit dem Titel „Kriege ohne Ende.

Mehr Diplomatie, weniger Rüstungsexporte“. Demnach ist zwischen 2012 und 2015 die Zahl der Bürgerkriege von 32 auf 51 gestiegen – auf das höchste Niveau seit 1945. Die Wissenschaftler fordern die Bundesregierung auf, Waffenexporte zu reduzieren und sich diplomatisch stärker einzubringen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Deutsche Rüstungsgüter spielten demnach in aktuellen Kriegen eine wesentliche Rolle, heißt es weiter. „Saudi-Arabien setzt deutsche Waffen im Jemen ein, die Türkei beim Angriff auf Nordsyrien.“