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„Kapazitätsgrenzen erreicht“
Freiberg will keine neuen Flüchtlinge

Freiberg.

(dpa) Die sächsische Stadt Freiberg sieht bei der Integration ihre Kapazitätsgrenzen erreicht und will deshalb für zwei Jahre keine Flüchtlinge mehr aufnehmen. Am 1. Februar soll der Stadtrat darüber abstimmen, ein Zuzugsverbot bis zum 31. Dezember 2019 zu beantragen. „Wir wollen die bisherige Arbeit aller für eine gelungene Integration nicht gefährden“, sagte Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD). Laut sächsischem Innenministerium ist ein Zuzugsverbot möglich, „um soziale und gesellschaftliche Ausgrenzung zu vermeiden“. Dies betreffe jedoch ausschließlich anerkannte Flüchtlinge. In Niedersachsen war bereits im Oktober 2017 ein Erlass in Kraft getreten, der anerkannten und aufgenommenen Flüchtlingen untersagt, wegen der hohen Zuwanderung ihren Wohnsitz in Salzgitter zu wählen.