| 23:58 Uhr

Zum Start der Rentenreformkommission
Ex-Minister Blüm gegen Altersgrenze für Rente

Norbert Blüm, 
ehemaliger 
Arbeitsminister.
Norbert Blüm, ehemaliger Arbeitsminister. FOTO: dpa / Oliver Berg
Berlin. Zum Start der Rentenreformkommission am heutigen Mittwoch forderte Ex-Bundessozialminister Norbert Blüm (CDU) die Abschaffung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung.

„Keiner braucht den Staat als Vormund, der uns sagt, wann wir in Rente gehen sollen. Ich bin dafür, die starre Altersgrenze abzuschaffen“, sagte der CDU-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Blüm betonte, man dürfe nicht alle über einen Kamm scheren. „Es gibt 65-Jährige, die sind ausgelaugt und erschöpft. Und wir haben 70-Jährige, die topfit und voller Tatendrang sind“, sagte Blüm. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Arbeitnehmer sich schrittweise zurückziehen können.“

Der Sozialverband VdK wandte sich gegen die Forderung der Deutschen Versicherungswirtschaft nach einer Erhöhung der Regelaltersgrenze auf 69 Jahre. Bereits jetzt hielten nicht alle Vollzeitbeschäftigten bis zum regulären Renteneintrittsalter durch, erklärte deren Präsidentin Verena Bentele gestern in Berlin. Vor allem Arbeitnehmer in besonders belastenden Berufen und ältere Versicherte hätten nur geringe Chancen, bis zum Alter von 67 Jahren am Arbeitsleben teilzuhaben, so Bentele.

Vor allem Arbeitnehmer in besonders belastenden Berufen und ältere Versicherte hätten nur geringe Chancen, bis zum Alter von 67 Jahren am Arbeitsleben teilzuhaben, so Bentele.