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Urteil
EuGH wirft Russland Unmenschlichkeit vor

Straßburg. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland verurteilt, weil russische Behörden einen Strafgefangenen Tausende Kilometer von seiner Familie entfernt inhaftiert haben. Die Verlegung in ein Gefängnis, das mehr als 4000 Kilometer von der Heimat des Betroffenen entfernt sei, verstoße gegen die europäische Menschenrechtskonvention, teilte das Gericht gestern in Straßburg mit.

Die Richter sprachen dem Mann, der wegen Drogendelikten zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden war, eine Entschädigung von 6000 Euro zu.