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Flüchtlinge im Mittelmeer
EU-Einsatz vor Libyen geht weiter

Brüssel/Berlin. Der EU-Marineeinsatz zur Rettung von Flüchtlingen vor der libyschen Küste wird vorerst fortgesetzt. Wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilte, stach das deutsche Bundeswehrschiff „Mosel“ gestern nach einem entsprechenden EU-Einsatzbefehl wieder in See. dpa

Es hatte zuletzt länger als geplant auf Kreta gelegen. Grund waren Drohungen der italienischen Regierung, am Rande des Einsatzes gegen Schleuserkriminalität gerettete Migranten nicht mehr in Italien aufzunehmen. Genau dies sehen die Einsatzregeln für die Operation „Sophia“ aber bislang vor.

Als Reaktion auf die Drohung aus Italien hatte die Leitung der EU-Mission entschieden, dass alle beteiligten Schiffe bis gestern in Häfen bleiben sollten. Die übrigen EU-Staaten sagten Italien daraufhin am Freitag zu, binnen fünf Wochen eine neue Strategie zum Umgang mit geretteten Migranten zu vereinbaren. Inzwischen läuft der Einsatz weiter.