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Presseverlage werden gestärkt
EU einigt sich auf Urheberrechts-Reform

Straßburg. Presseverlage in der EU sollen künftig gegenüber Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News deutlich gestärkt werden. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich gestern in Straßburg vorläufig auf eine Reform des EU-Urheberrechts inklusive Leistungsschutzrecht.

Die Online-Portale sollen für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten in ihren Suchergebnissen künftig Geld an die Verlage zahlen.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) begrüßten die Einigung: „Dies ist ein guter Tag für die Meinungs- und Pressevielfalt in Europa und der Welt“, teilten die Verbände mit. Die Reform setze „einen wichtigen globalen Standard für journalistische Vielfalt und unabhängige Berichterstattung“.

Die Einigung vom Mittwoch muss in den kommenden Wochen allerdings noch vom Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden.