| 23:49 Uhr

US-Waffengesetze
Entsetzen über Trump-Rede zu Terror

Paris. Paris ist empört über Aussagen des US-Präsidenten zu den Anschlägen von 2015.

Frankreich hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump scharf zurückgewiesen, wonach die Paris-Attentäter vom November 2015 bei lockereren Waffengesetzen früher hätten gestoppt werden können. „Frankreich ist stolz darauf, ein sicheres Land zu sein, in dem der Kauf und der Besitz von Feuerwaffen streng geregelt sind“, teilte das französische Außenministerium am Samstagabend mit und forderte mehr Respekt für die Opfer. Waffen in freiem Umlauf stellten keinen Schutz gegen Terrorattacken dar. Im Gegenteil könnten sie die Planung solcher Angriffe sogar erleichtern. Trump hatte am Freitag in Dallas vor Anhängern der US-amerikanischen Waffenlobby angedeutet, dass es bei der Anschlagserie weniger Opfer gegeben hätte, wenn bewaffnete Menschen in der Nähe gewesen wären. Hätte jemand auf die Terroristen geschossen, wäre es „eine ganz andere Geschichte gewesen“, sagte Trump.

So aber hätten die Attentäter sich Zeit gelassen „und einen nach dem anderen abgeknallt. Peng. Komm her. Peng. Komm her. Peng“. Frankreich sei unter den Ländern mit den strengsten Waffengesetzen der Welt, betonte der US-Präsident. „Niemand hat Waffen in Paris, niemand.“ Bei einer Anschlagsserie am 13. November 2015 hatten IS-Extremisten in Paris 130 Menschen getötet. Auch Überlebende der Anschläge und Angehörige von Opfern zeigten sich schockiert über die Äußerungen des US-Präsidenten. Er empfinde Ekel, sagte Philippe Duperron, Vorsitzender eines Opfer-Vereins, der „Huffington Post“.