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Keine geistige Behinderung
Entschädigung für Förderschul-Besuch

Köln. Ein junger Mann, der zu Unrecht auf eine Förderschule für geistige Behinderung geschickt wurde, hat Anspruch auf Entschädigung. Das Land Nordrhein-Westfalen habe seine Amtspflichten verletzt und müsse nun dafür haften, entschied das Landgericht Köln gestern.

Die Höhe der Entschädigung steht noch nicht fest. Der heute 21-Jährige war 2004 als geistig behindert eingestuft und auf eine Sonderschule geschickt worden. Vergeblich bat er um Schulwechsel. Laut Gericht seien ihm dadurch Chancen verbaut worden.