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Einmaliges Konzept soll Jugendkriminalität deutlich eindämmen

Mainz. Rheinland-Pfalz will die Jugendkriminalität mit einem bundesweit einmaligen Konzept bekämpfen. Die bereits bewährte besondere Zusammenarbeit von Polizei, Justiz, Jugendämtern und Betreuervereinen in Großstädten solle in ähnlicher Form flächendeckend ausgeweitet werden, teilte die Landesregierung gestern mit

Mainz. Rheinland-Pfalz will die Jugendkriminalität mit einem bundesweit einmaligen Konzept bekämpfen. Die bereits bewährte besondere Zusammenarbeit von Polizei, Justiz, Jugendämtern und Betreuervereinen in Großstädten solle in ähnlicher Form flächendeckend ausgeweitet werden, teilte die Landesregierung gestern mit. Damit ließen sich bei kriminellen Jugendlichen die Strafverfahrensdauer und die Rückfallquote deutlich senken. Grundgedanke ist, dass sich hierbei stets dieselben Fachleute der beteiligten Berufsgruppen regelmäßig treffen, wie Justizminister Heinz Georg Bamberger (SPD, Foto: dpa) in Mainz sagte. "Die kennen ihre Pappenheimer, die kennen die Szene, die wissen, wer was gemacht hat." Während das Konzept in großen Städten eigene "Häuser des Jugendrechts" vorsieht, sollen in kleineren Kommunen "Fallkonferenzen" mit den Experten ausreichen - etwa in den Räumen der Polizei. So bearbeiten in Bad Kreuznach Experten seit April 2009 in ihren "Fallkonferenzen" 23 Tatkomplexe mit insgesamt 48 Beschuldigten. dpa