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Gemeinsame Nutzung von Land und Stadt
Einigung wegen Kurpfalz-Kaserne

Mainz/Speyer. Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Speyer haben sich darauf geeinigt, dass Territorium der Flüchtlings-Erstaufnahmestelle in der Speyerer Kurpfalz-Kaserne künftig gemeinsam zu nutzen. Das Land wolle auf dem einstigen Bundeswehrgelände auch künftig 700 Plätze für neu ankommende Flüchtlinge unterhalten, teilte das Mainzer Integrationsministerium gestern mit. Die Stadt werde Teile des Territoriums übernehmen, darunter den Sportplatz, die östliche Sporthalle, Werkstätten und Lagerflächen. Einige der Wirtschaftsgebäude sollen nach Angaben aus dem Speyerer Rathaus in den kommenden Jahren abgerissen und mit Wohnungen neu bebaut werden.

„Wir haben gemeinsam mit der Stadt eine gute Lösung gefunden, von der beide Seiten profitieren würden“, sagte Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne). Bislang war das Gelände allein vom Land genutzt worden. Die Kaserne wird seit Herbst 2015 als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Speyer ist neben Trier, Kusel, Hermeskeil und Ingelheim eine von derzeit fünf zentralen Erstaufnahmestellen in Rheinland-Pfalz, wobei der Standort in Ingelheim im kommenden Jahr geschlossen werden soll.

(epd)