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E x-Premier Valls will für Macrons Partei antrete n

Paris. Bei Frankreichs Sozialisten und Konservativen wird über die Zusammenarbeit mit dem neugewählten Präsidenten Emmanuel Macron gestritten. Der sozialistische Ex-Premierminister Manuel Valls kündigte gestern an, bei der Parlamentswahl im Juni für Macrons Bewegung antreten zu wollen. Sozialistenchef Jean-Christophe Cambadélis legte ihm daraufhin einen Parteiaustritt nahe. afp

Bei Frankreichs Sozialisten und Konservativen wird über die Zusammenarbeit mit dem neugewählten Präsidenten Emmanuel Macron gestritten. Der sozialistische Ex-Premierminister Manuel Valls kündigte gestern an, bei der Parlamentswahl im Juni für Macrons Bewegung antreten zu wollen. Sozialistenchef Jean-Christophe Cambadélis legte ihm daraufhin einen Parteiaustritt nahe.

Auch bei den konservativen Republikanern herrscht Uneinigkeit darüber, ob eine Zusammenarbeit mit Macron oder die Konfrontation gesucht werden soll. Valls sagte im Sender RTL, bei der Parlamentswahl am 11. und 18. Juni wolle er "Kandidat der präsidentiellen Mehrheit" sein. Er wolle sich dafür Macrons Bewegung "La République en Marche" - bislang "En Marche!" anschließen. "Ich will den Erfolg von Emmanuel Macron", betonte der 54-Jährige. "Ganz ehrlich: Wir finden uns in den meisten Vorschlägen von Emmanuel Macrons Projekt wieder, oder?" Ein Sprecher von "La République en Marche" betonte allerdings, Valls sei noch nicht als Kandidat bestätigt. Der Leiter der Wahlkommission der Bewegung, Jean-Paul Delevoye, sagte im Sender BFMTV, für den von Valls angestrebten Wahlkreis sei eigentlich eine andere Kandidatin vorgesehen. Der Fall werde nun geprüft. "La République en Marche" will bis Donnerstagmittag alle 577 Kandidaten für die Parlamentswahl bekanntgeben. Ex-Premier Valls hatte sich vor der Präsidentschaftswahl für seinen früheren Wirtschaftsminister Macron ausgesprochen.