| 22:42 Uhr

Rechtsaußen gegen linken Ex-Guerillero
Duque und Petro gehen in Stichwahl in Kolumbien

Iván Duque bekam im ersten Wahlgang die meisten Stimmen.
Iván Duque bekam im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. FOTO: dpa / Luisa González
Bogotá. Der konservative Anwalt Iván Duque und der Ex-Guerillero Gustavo Petro sind als Sieger aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien hervorgegangen. Am 17. Juni haben die Kolumbianer nun die Wahl: Sie stimmen bei der Stichwahl nicht nur über den künftigen Staatschef ab, sondern auch über die Zukunft des Friedensprozesses in dem einstigen Bürgerkriegsland.

Der konservative Anwalt Iván Duque und der Ex-Guerillero Gustavo Petro sind als Sieger aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien hervorgegangen. Am 17. Juni haben die Kolumbianer nun die Wahl: Sie stimmen bei der Stichwahl nicht nur über den künftigen Staatschef ab, sondern auch über die Zukunft des Friedensprozesses in dem einstigen Bürgerkriegsland.

Duque von der rechten Partei Centro Democrático erhielt in der ersten Wahlrunde am Sonntag 39,14 Prozent der Stimmen, sein stärkster Konkurrent Petro von der linken Bewegung Colombia Humana kam auf 25,08 Prozent.

Kolumbien ist tief gespalten zwischen jenen, die den Friedensvertrag mit den linken Farc-Rebellen für eine Kapitulation vor skrupellosen Schwerverbrechern halten und jenen, die in dem Abkommen den einzigen Ausweg aus Leid, Tod und Zerstörung sehen.