| 21:39 Uhr

50 Jahre Mord an Martin Luther King
Der mysteriöse Fall des Attentäters James Earl Ray

Washington. Der Mann, der Martin Luther King erschoss, hatte zum Schluss nur noch zwei Wünsche: Eine Lebertransplantation und einen neuen Prozess. James Earl Ray, der wegen Mordes an dem Bürgerrechtler zu 99 Jahren Haft verurteilt war, starb am 23. April 1998 schwerkrank im Gefängnis – ohne die Erfüllung seiner Wünsche. Bis zuletzt hatte der Kleinganove und Rassist versucht, die Welt von seiner Unschuld zu überzeugen; zeitweise sogar mit Beistand von Martin Luther Kings Angehörigen. Sie glaubten nicht daran, dass Ray als Einzeltäter handelte.

Der Mann, der Martin Luther King erschoss, hatte zum Schluss nur noch zwei Wünsche: Eine Lebertransplantation und einen neuen Prozess. James Earl Ray, der wegen Mordes an dem Bürgerrechtler zu 99 Jahren Haft verurteilt war, starb am 23. April 1998 schwerkrank im Gefängnis – ohne die Erfüllung seiner Wünsche. Bis zuletzt hatte der Kleinganove und Rassist versucht, die Welt von seiner Unschuld zu überzeugen; zeitweise sogar mit Beistand von Martin Luther Kings Angehörigen. Sie glaubten nicht daran, dass Ray als Einzeltäter handelte.

Zweifel an der Schuld gründeten sich auf den ungewöhnlich kurzen Prozess ohne große Zeugenbefragungen sowie auf Informationen über eine massive Kampagne des FBI gegen King. Ray legte 1969 ein Geständnis ab, widerrief aber und kämpfte fortan für einen neuen Prozess, machte US-Behörden und Banden für den Mord verantwortlich. Ein Kongressausschuss erklärte 1979, Rays Argumente seien nicht stichhaltig. Er habe aber wohl Helfer gehabt. Wen, wurde nie untersucht.