| 22:48 Uhr

Zwei-Staaten-Lösung
Der ewige Konflikt um die „Heilige Stadt“

Tel Aviv. () Seit 1967 hält Israel neben dem westlichen auch den arabisch geprägten Ostteil Jerusalems. Der Status der Stadt ist eine der zentralen Streitfragen im Nahost-Konflikt. Israel beansprucht Jerusalem als seine „ewige und unteilbare Hauptstadt“. Den Anspruch der Palästinenser auf den Ostteil als künftige Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenser-Staats lehnt Israel ab. Laut internationaler Gemeinschaft muss der Status Jerusalems in Friedensgesprächen beider Parteien festgelegt werden. Auch die Lösungsvorschläge der USA sahen bislang eine Aufteilung der Stadtgebiete unter Israelis und Palästinensern vor. US-Präsident Donald Trump verkündete im Dezember 2017 den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Die Entscheidung gilt den Palästinensern als Zerstörung der Zwei-Staaten-Lösung. 

() Seit 1967 hält Israel neben dem westlichen auch den arabisch geprägten Ostteil Jerusalems. Der Status der Stadt ist eine der zentralen Streitfragen im Nahost-Konflikt. Israel beansprucht Jerusalem als seine „ewige und unteilbare Hauptstadt“. Den Anspruch der Palästinenser auf den Ostteil als künftige Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenser-Staats lehnt Israel ab. Laut internationaler Gemeinschaft muss der Status Jerusalems in Friedensgesprächen beider Parteien festgelegt werden. Auch die Lösungsvorschläge der USA sahen bislang eine Aufteilung der Stadtgebiete unter Israelis und Palästinensern vor. US-Präsident Donald Trump verkündete im Dezember 2017 den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Die Entscheidung gilt den Palästinensern als Zerstörung der Zwei-Staaten-Lösung. 

Die im Gazastreifen herrschende Hamas rief Israel am Sonntag zur Aufhebung der seit mehr als einem Jahrzehnt andauernden Blockade des Gebiets am Mittelmeer auf. Die Hamas wird von Israel, EU und USA als Terrororganisation eingestuft und hat sich die Zerstörung des Staates Israel auf die Fahne geschrieben.

Heute begehen die Palästinenser den Tag der Nakba (Katastrophe), an dem sie an Flucht und Vertreibung Hunderttausender Palästinenser im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948 erinnern. Es ist zudem der Höhepunkt des „Marschs der Rückkehr“ – sechswöchiger Proteste in Gaza anlässlich des 70. Jahrestags der israelischen Staatsgründung. Dabei sind seit Ende März bei gewaltsamen Konfrontationen von Palästinensern mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze 55 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden.