| 22:00 Uhr

Debatte in der CDU
Ein soziales Pflichtjahr für alle?

Berlin. Für einen Vorschlag von CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer müsste das Grundgesetz geändert werden. Von Fatima Abbas und Rupert Mayr (SZ/dpa)

(PM/dpa) In Artikel 12 des Grundgesetzes heißt es: „Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.“ Doch was genau heißt „herkömmlich“? Das ist offenbar Auslegungssache, denn Experten sind sich uneins. Was dagegen klar ist: Wenn der aktuelle Vorschlag von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in die Tat umgesetzt werden soll, dann müsste man auch am Grundgesetz schrauben. Der Vorschlag an sich ist nicht neu, an diesem Donnerstag hat die CDU ihn bei ihrem Werkstattgespräch erneut auf den Tisch gelegt. Aus Sicht von Parteichefin Kramp-Karrenbauer braucht Deutschland ein allgemein verpflichtendes soziales Jahr. Aber worum geht es eigentlich genau?

Die Diskussion hängt mit dem Aus für die Wehrpflicht im Jahr 2011 zusammen. Im Zuge dessen entstand der Bundesfreiwilligendienst. Der