| 23:40 Uhr

Gutachten: Folgen wären vermeidbar gewesen
Bundeswehr-Ausbildung wird nach Soldatentod geprüft

Berlin. Nach dem Tod eines Soldaten bei einem Marsch im niedersächsischen Munster will die Bundeswehr die Ausbildung der Truppe unter die Lupe nehmen. Dies kündigte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums an. Demnach sollen die Inspekteure aller Teilstreitkräfte melden, wie die Planung und Umsetzung der Ausbildung läuft. Der Entscheidung vorausgegangen war ein Gutachten von Rechtsmedizinern, die sowohl den Tod des 21-jährigen Soldaten als auch die Hitzeschläge bei mehreren seiner Kameraden als vermeidbar eingestuft hatten. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg erwägt, ein Verfahren gegen die Ausbilder einzuleiten wegen fahrlässiger Tötung.

Nach dem Tod eines Soldaten bei einem Marsch im niedersächsischen Munster will die Bundeswehr die Ausbildung der Truppe unter die Lupe nehmen. Dies kündigte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums an. Demnach sollen die Inspekteure aller Teilstreitkräfte melden, wie die Planung und Umsetzung der Ausbildung läuft. Der Entscheidung vorausgegangen war ein Gutachten von Rechtsmedizinern, die sowohl den Tod des 21-jährigen Soldaten als auch die Hitzeschläge bei mehreren seiner Kameraden als vermeidbar eingestuft hatten. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg erwägt, ein Verfahren gegen die Ausbilder einzuleiten wegen fahrlässiger Tötung.

Bei dem Übungsmarsch waren am 19. Juli 2017 vier Soldaten kollabiert. Einer von ihnen starb zehn Tage später in einem Krankenhaus.