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Bundesregierung geht auf Distanz zu Cameron

Berlin. Die Bundesregierung hat die neuerlichen Vorbehalte des britischen Premierministers David Cameron gegen Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsidenten kühl aufgenommen. „Für die Bundeskanzlerin war nicht viel Überraschendes darin“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert gestern zu dem Gastbeitrag Camerons in der „Süddeutschen Zeitung“. afp

"Die Bürger, die zur Wahl gingen, wollten ihren Europaabgeordneten wählen, nicht den Kommissionspräsidenten. Juncker kandidierte nirgendwo und wurde von niemandem gewählt", schrieb Cameron. Er wandte sich damit erneut gegen einen Automatismus, wonach Juncker als Spitzenkandidat der siegreichen Europäischen Volkspartei Präsident der EU-Kommission werden soll und pochte auf das Vorschlagsrecht der Staats- und Regierungschefs.