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Kürzung um 20 Prozent
Bundesländer sollen weniger EU-Geld bekommen

Straßburg. Die deutschen Bundesländer sollen nach 2020 rund ein Fünftel weniger Geld aus den europäischen Struktur- und Investitionsfonds bekommen als heute. Nach gestern vorgelegten Plänen der EU-Kommission würden für den Zeitraum 2021 bis Ende 2027 nur noch 15,7 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Im aktuellen Finanzrahmen von 2014 bis 2020 sind es 19,8 Milliarden Euro. Mit dem Geld werden zum Beispiel Langzeitarbeitslose unterstützt oder erneuerbare Energien gefördert. Die EU-Kommission erklärte die Kürzungen unter anderem mit dem bevorstehenden EU-Austritt des großen Nettozahlers Großbritannien. Kommissarin Corina Cretu machte zudem deutlich, dass die 16 deutschen Bundesländer nach dem Vorschlag noch höhere Kürzungen hätten befürchten müssen, wenn Deutschland nicht so viele Migranten aufnehmen würde.