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Bundesbank
Bundesbürger legen immer mehr Geld auf die hohe Kante

Frankfurt. Die Deutschen halten trotz Zinsflaute so viel Geld auf der hohen Kante wie noch nie – Tendenz steigend. Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg zum Ende des zweiten Quartals auf den Rekordwert von 5977 Milliarden Euro.

Das waren gut 80 Milliarden mehr als im ersten Quartal, teilte die Bundesbank gestern mit. Vor allem wird immer mehr gespart, rund jeder zehnte Euro. Zudem profitieren Anleger an der Börse von Bewertungsgewinnen.

Besonders beliebt ist nach wie vor, Bargeld zu horten oder es auf Giro- und Tagesgeldkonten zu parken. Zwar gibt es kaum noch Zinsen, dafür kann bei Bedarf schnell zugegriffen werden. Ende Juni steckten 2371 Milliarden Euro in Bargeld und Bankeinlagen – fast 40 Prozent des gesamten privaten Geldvermögens. Beliebt bleiben auch Lebensversicherungen und andere Altersvorsorgen. Insgesamt sei die Vorliebe für „risikoarme“ Anlagen weiter höher als für Aktien. Der Anteil der Aktionäre stieg zuletzt aber wieder an – auf gut zehn Millionen.