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Britisches Parlament gibt grünes Licht für den Brexit

London. Der Anfang vom Ende der Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU hätte eigentlich auf den gestrigen Dienstag fallen sollen. Die britische Premierministerin Theresa May wollte ohne Tamtam den unaufhaltsamen Brexit-Prozess nach Artikel 50 des EU-Vertrags von Lissabon einleiten, indem sie Brüssel offiziell vom Austrittsgesuch unterrichtet. Dann kam ihr die schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon dazwischen. Sie verkündete zur Überraschung der Regierung, dass sie aufgrund des eingeschlagenen Brexit-Kurses ein erneutes Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands anstrebt. Was monatelang in Westminster als bloßer Bluff abgetan wurde, ist seit Montag keiner mehr. Agentur

Der Anfang vom Ende der Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU hätte eigentlich auf den gestrigen Dienstag fallen sollen. Die britische Premierministerin Theresa May wollte ohne Tamtam den unaufhaltsamen Brexit-Prozess nach Artikel 50 des EU-Vertrags von Lissabon einleiten, indem sie Brüssel offiziell vom Austrittsgesuch unterrichtet. Dann kam ihr die schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon dazwischen. Sie verkündete zur Überraschung der Regierung, dass sie aufgrund des eingeschlagenen Brexit-Kurses ein erneutes Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands anstrebt. Was monatelang in Westminster als bloßer Bluff abgetan wurde, ist seit Montag keiner mehr.

Der Beginn des Scheidungsverfahrens verzögert sich, so heißt es nun, bis Ende März. Denn May will weder die heutige Parlamentswahl in den Niederlanden stören noch das 60. Geburtstagsfest der EU am 25. März in Rom. Die Vorstellung, dass ein Brexit-Brief in die Feierlichkeiten flattern würde, wirkt selbst für die scheidungswilligen Briten befremdlich.

Alle formalen Hürden hat May nun überwunden. Am Montag stimmte das Parlament für den Gesetzentwurf, der ihr die Vollmacht überträgt, die 40 Jahre alte Beziehung zu den europäischen Partnern aufzulösen. Das Oberhaus hatte seinen Widerstand gegen die Vorlage inzwischen gänzlich aufgegeben.