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Breiviks Anwalt will Extremisten in Zeugenstand rufen

Oslo. Der Anwalt des norwegischen Attentäters von Utöya will bei dem Prozess auch Islamisten und Rechtsextreme in den Zeugenstand rufen, um die Zurechnungsfähigkeit von Anders Behring Breivik zu beweisen. In dem in zwei Wochen beginnenden Verfahren solle auch der kurdische Islamistenführer Mullah Krekar aussagen, sagte Verteidiger Geir Lippestad gestern in Oslo

Oslo. Der Anwalt des norwegischen Attentäters von Utöya will bei dem Prozess auch Islamisten und Rechtsextreme in den Zeugenstand rufen, um die Zurechnungsfähigkeit von Anders Behring Breivik zu beweisen. In dem in zwei Wochen beginnenden Verfahren solle auch der kurdische Islamistenführer Mullah Krekar aussagen, sagte Verteidiger Geir Lippestad gestern in Oslo. Weitere Namen nannte er nicht. Der in Norwegen lebende Krekar war erst vergangene Woche wegen Todesdrohungen und Aufrufen zum Mord zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.Mit den Aussagen will die Verteidigung von Breivik entgegen zweier psychiatrischer Gutachten dessen Straffähigkeit beweisen. Das ist der ausdrückliche Wunsch des Angeklagten. Er ist der Auffassung, dass ansonsten seine Ideologie in Zweifel gezogen würde. afp