| 22:39 Uhr

Nach diplomatischem Fehlverhalten
Belgiens Prinz Laurent bekommt weniger Geld

Brüssel. Der belgische Prinz Laurent muss wegen eines Fehlverhaltens für ein Jahr auf 15 Prozent seines staatlichen Einkommens verzichten. Das hat das Parlament in Brüssel beschlossen. Seine Apanage von jährlich 308 000 Euro wird einmalig um 46 000 Euro gekürzt. Zuvor hatte sich der Prinz in einem Brief bitterlich beklagt: Die Sanktion sei eine „dauerhafte Bedrohung“ für seine Familie, die keinen Zugang zum Sozialsystem habe.

Der belgische Prinz Laurent muss wegen eines Fehlverhaltens für ein Jahr auf 15 Prozent seines staatlichen Einkommens verzichten. Das hat das Parlament in Brüssel beschlossen. Seine Apanage von jährlich 308 000 Euro wird einmalig um 46 000 Euro gekürzt. Zuvor hatte sich der Prinz in einem Brief bitterlich beklagt: Die Sanktion sei eine „dauerhafte Bedrohung“ für seine Familie, die keinen Zugang zum Sozialsystem habe.

Auslöser war ein Auftritt des Prinzen in belgischer Uniform bei einer Feier zum 90-jährigen Bestehen der chinesischen Armee in der chinesischen Botschaft im Juli 2017. Ein Foto, das ihn und andere Teilnehmer beim Anschneiden eines Kuchens zeigte, verbreitete er selbst bei Twitter. Laurent darf ausländische Würdenträger nur mit Erlaubnis der Regierung treffen – darum hatte er nicht gebeten. Die Regierung sieht darin unerlaubte Neben-Außenpolitik.