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Russischer Präsident gerät in Rage
Bei TV-Bürgersprechstunde droht Putin der Ukraine

Mehr als vier Stunden lang stellte sich Wladimir Putin den Fragen der russischen 
Bürger.
Mehr als vier Stunden lang stellte sich Wladimir Putin den Fragen der russischen Bürger. FOTO: dpa / Mikhail Klimentyev
Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin hat gestern bei seiner jährlichen TV-Bürgersprechstunde um Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung geworben. „Es gibt eine stabile Tendenz zu nachhaltigem Wachstum“, sagte der Kremlchef.

Putin nutzte die über vierstündige Live-Sendung, um sich als Problemlöser zu präsentieren. Nach Fernsehangaben waren mehr als zwei Millionen Fragen eingegangen.

Schärfe kam in die Sendung, als es um die Ukraine ging. Putin drohte dem Nachbarland, falls es während der kommenden Fußball-WM Stellungen der von Russland unterstützten Separatisten in der Ostukraine angreifen sollte. „Ich hoffe, dass es nicht zu solchen Provokationen kommt“, sagte er. „Wenn das passiert, wird es, so sehe ich das, sehr schwere Folgen für die ganze ukrainische Staatlichkeit haben.“

Auch wenn die Sendung weitgehend inszeniert ist, hat es sich doch eingebürgert, dass viele Russen Putin als letzte Instanz anrufen, wenn Arbeitgeber, Behörden oder Gerichte ihnen ihr Recht verweigern.