| 23:21 Uhr

Atempause für Rousseff im Machtgerangel in Brasilien

Rio de Janeiro. Im Machtgerangel in Brasilien hat Präsidentin Dilma Rousseff am Freitag durchschnaufen können: In mehr als 30 Städten versammelten sich Anhänger der Präsidentin zu Unterstützer-Kundgebungen. Ein Gericht in Rio de Janeiro erklärte es für zulässig, dass Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva als Stabschef in die Regierung eintritt - und der Präsidentin damit Rückendeckung verschafft. afp

Die regierende Arbeiterpartei und der Gewerkschaftsbund CUT hatten zu den Demonstrationen aufgerufen, mit denen die Präsidentin öffentliche Unterstützung erhalten sollte. In Maceió versammelten sich schon am Morgen ndgranaten gegen ein Protestcamp von Gegnern Rousseffs vor. Die Beamten trieben 150 Demonstranten auseinander, die seit rund zwei Tagen vor dem Gebäude der Industrievereinigung FIESP campierten. Die Staatschefin ist politisch äußerst angeschlagen, Massenproteste gegen sie dauern seit Tagen an. Am Donnerstag setzte das Parlament eine Sonderkommission ein, die ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin prüfen soll. Rousseff wird unter anderem für die schlimmste Rezession in Brasilien seit Jahrzehnten verantwortlich gemacht.