| 23:47 Uhr

3332 Anträge in Bremen unzulässig bearbeitet
Asyl-Skandal offensichtlich größer als bekannt

Bremen. Das Ausmaß der Affäre um fragwürdige Asylbescheide in Bremen könnte viel größer sein als bisher bekannt. Das geht aus einem internen Bericht der neuen Leiterin der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervor, der den „Nürnberger Nachrichten“ und dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ vorliegt. In dem Bericht schreibt Leiterin Josefa Schmid von mindestens 3332 Asylanträgen, die von 2015 bis 2017 unzulässig bearbeitet wurden. Von Verfehlungen auch vor 2015 sei auszugehen. Zudem belastet Schmid die Bamf-Zentrale in Nürnberg schwer. Hinweisen sei dort über Jahre erst sehr spät nachgegangen worden.

Das Ausmaß der Affäre um fragwürdige Asylbescheide in Bremen könnte viel größer sein als bisher bekannt. Das geht aus einem internen Bericht der neuen Leiterin der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervor, der den „Nürnberger Nachrichten“ und dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ vorliegt. In dem Bericht schreibt Leiterin Josefa Schmid von mindestens 3332 Asylanträgen, die von 2015 bis 2017 unzulässig bearbeitet wurden. Von Verfehlungen auch vor 2015 sei auszugehen. Zudem belastet Schmid die Bamf-Zentrale in Nürnberg schwer. Hinweisen sei dort über Jahre erst sehr spät nachgegangen worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Ex-Leiterin der Außenstelle, weil sie zwischen 2013 und 2016 mindestens 1200 Menschen Asyl gewährt haben soll, obwohl die Voraussetzungen nicht gegeben waren.