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Öffentlich-rechtliches Fernsehen
ARD-Chefredakteur weist Kritik an Talkshows zurück

Berlin. ARD-Chefredakteur Rainald Becker weist den Vorwurf zurück, die politischen Talkshows von ARD und ZDF hätten die AfD stark gemacht. Dafür gebe es „keinen schlüssigen Beweis“, sagte Becker der Tageszeitung „Die Welt“.

So könne die These, dass die Talkshows der rechtspopulistischen Partei Rückenwind gegeben hätten, nicht an der Zahl der eingeladenen AfD-Politiker festgemacht werden. „Denn da haben wir, gemessen am prozentualen Wahlergebnis, gar nicht so häufig AfD-Vertreter eingeladen.“

Auch die Themenauswahl rechtfertige nicht die Kritik, ergänzte Becker. „Natürlich geht es immer wieder um den Islam, aber eben auch um Themen wie den Wohnungsbau, das Bienensterben oder (...) um den Pflegenotstand.“