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Kommentar
Noch größerer Frust bei der SPD

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Nicht einmal einen klitzekleinen Triumph hat die nunmehr genaue Stimmenauszählung bei der Landtagswahl in Hessen den Sozialdemokraten beschert. Eher ist das amtliche Endergebnis zu noch größerem Frust bei der SPD angetan. Von Stefan Vetter

Mit gerade einmal 66 Stimmen bleiben die Grünen vor den Sozialdemokraten. Das ist noch knapper,  als ursprünglich festgestellt. Bei den Prozentzahlen und der Sitzverteilung ändert sich deshalb zwar nichts. Gleichwohl hatte die SPD vorübergehend eine Chance gewittert, in Hessen doch noch das Regierungsruder zu übernehmen. Dafür wurde sogar schon mit Grünen und FDP sondiert. Aus und vorbei. Thorsten Schäfer-Gümbel ist und bleibt eindeutig der Wahlverlierer. In seinem Bestreben, eine krachende Niederlage in einen leidlichen Sieg zu verwandeln, hatte er von Anfang an schlechte Karten. Auch deshalb, weil die Grünen dort am Regierungsbündnis mit der CDU Gefallen gefunden haben.