| 22:12 Uhr

Vereinte Nationen alarmiert
44 Tote nach Luftangriff in Syrien

Damaskus. Bei einer der heftigsten Serien von Luftangriffen seit Wochen sind in einem syrischen Rebellengebiet nahe der Hauptstadt Damaskus nach Angaben von Aktivisten mindestens 47 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien mindestens zehn Kinder, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am gestrigen Dienstag. Das lokale Ghuta-Medienzentrum meldete sogar 50 Tote und mehr als 250 Verletzte.

Bei einer der heftigsten Serien von Luftangriffen seit Wochen sind in einem syrischen Rebellengebiet nahe der Hauptstadt Damaskus nach Angaben von Aktivisten mindestens 47 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien mindestens zehn Kinder, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am gestrigen Dienstag. Das lokale Ghuta-Medienzentrum meldete sogar 50 Tote und mehr als 250 Verletzte.

Die Vereinten Nationen zeigten sich angesichts der jüngsten Gewalt in dem Bürgerkriegsland alarmiert. UN-Vertreter beklagten, sie könnten tonnenweise bereitstehende humanitäre Hilfe wegen anhaltender Kämpfe und umständlicher Genehmigungsverfahren nicht verteilen. Mehr als 13 Millionen notleidende Menschen im Land brauchen solche Unterstützung.

Ost-Ghuta nahe Damaskus und die Provinz Idlib im Nordwesten Syriens gehören zu den letzten Gebieten Syriens unter Rebellenkontrolle. In den vergangenen Wochen war die Gewalt dort eskaliert. In Idlib haben die Kämpfe nach UN-Angaben fast 250 000 Menschen vertrieben. In Ost-Ghuta sind wegen einer Blockade der Regierung nach UN-Schätzungen rund 400 000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Weil kaum Hilfe in das Gebiet kommt, spielt sich dort nach Angaben von Hilfsorganisationen eine humanitäre Katastrophe ab.



Die Menschenrechtsbeobachter erklärten, Jets der syrischen Luftwaffe hätten mehrere Orte in der von Regierungstruppen eingeschlossenen Region Ost-Ghuta nahe Damaskus bombardiert. Ihnen zufolge handelt es sich um die höchste Opferzahl an einem Tag in Ost-Ghuta seit Beginn der Eskalation Ende Dezember. Bereits am Montag waren dort bei Bombardierungen nach Angaben der Menschenrechtler mehr als 30 Zivilisten gestorben.