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30 Tote bei PKK-Angriff in der Südost-Türkei

Istanbul. Der Kurdenkonflikt verschärft sich: Bei einem Angriff der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK auf Armee und Polizei im Südosten der Türkei sind insgesamt 30 Menschen getötet worden. Darunter seien zehn Soldaten und Polizisten, berichteten türkische Medien gestern unter Berufung auf die Behörden. Zudem seien 20 Rebellen erschossen worden

Istanbul. Der Kurdenkonflikt verschärft sich: Bei einem Angriff der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK auf Armee und Polizei im Südosten der Türkei sind insgesamt 30 Menschen getötet worden. Darunter seien zehn Soldaten und Polizisten, berichteten türkische Medien gestern unter Berufung auf die Behörden. Zudem seien 20 Rebellen erschossen worden. An der Grenze zu Syrien habe die Polizei einen Selbstmord-Attentäter gestoppt, der sich auf der Flucht in die Luft gesprengt habe.Der Kurdenkonflikt hatte sich in den vergangenen Wochen weiter verschärft. Die PKK hat mehrfach Militärposten überfallen. Die Organisation unterhält im Autonomiegebiet der Kurden im Nordirak mehrere Lager. Sie hat das Machtvakuum in Syrien zudem genutzt, um dort von Kurden bewohnte Gebiete weitgehend unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. dpa