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220 russische Soldaten sollen in Ost-Ukraine gestorben sein

Moskau. Mindestens 220 russische Soldaten sollen nach einem posthum veröffentlichten Bericht des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow im Krieg in der Ostukraine getötet worden sein. Die Männer seien zunächst formell aus der russischen Armee ausgeschieden und hätten dann im vergangenen Jahr als "Freiwillige" aufseiten der prorussischen Separatisten gekämpft, heißt es in dem Dokument, das Vertraute Nemzows am Dienstag in Moskau vorstellten. Agentur

Präsident Wladimir Putin hatte mehrfach Vorwürfen des Westens und auch der Führung in Kiew widersprochen, in der Ostukraine würden russische Soldaten kämpfen.

Unterdessen ist gestern erstmals seit zwei Jahren US-Chefdiplomat John Kerry in Russland zu Gesprächen über den Ukrainekonflikt eingetroffen. Kerry traf sich sowohl mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow als auch mit Präsident Wladimir Putin. Themen im Schwarzmeer-Kurort Sotschi waren Berichten zufolge die schlechten Beziehungen beider Länder, die Bürgerkriege in Syrien und im Jemen sowie der Atomstreit mit dem Iran.