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Global-Witness-Bericht
207 getötete Umweltaktivisten im Jahr 2017

Paris. Weltweit sind 2017 mindestens 207 Umweltaktivisten getötet worden. Es sei das tödlichste Jahr für Umweltschützer, teilte die Nichtregierungsorganisation Global Witness gestern mit. 2016 waren mindestens 200 Umweltaktivisten getötet worden.

„Wenn Menschen es wagen, für ihre Rechte aufzustehen, werden sie auf dem brutalsten Weg zum Schweigen gebracht“, sagte Global-Witness-Kampagnenchef Ben Leather. In 22 Ländern seien Umweltaktivisten getötet worden.

60 Prozent der Fälle betrafen demnach Lateinamerika: In Brasilien gab es mit 57 Toten die meisten Morde, gefolgt von Kolumbien mit 24. Weltweit auf Rang zwei landeten die Philippinen, wo 48 Umweltschützer getötet wurden. In Afrika wurden 19 Fälle gezählt, davon allein zwölf in der Demokratischen Republik Kongo.