| 23:14 Uhr

WHO- und Unicef-Bericht
Zu wenige Babys werden direkt nach der Geburt gestillt

Genf. Rund 78 Millionen Babys weltweit sind nach Angaben der Vereinten Nationen lebensbedrohlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, weil sie nicht direkt nach der Geburt gestillt werden. Betroffen seien drei von fünf Neugeborenen, die meisten von ihnen in ärmeren Ländern, hieß es in einem gestern in Genf veröffentlichten Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO und des UN-Kinderhilfswerks Unicef. epd

Kinder, die innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt zum Säugen an die Mutterbrust gelegt würden, hätten eine um 33 Prozent höhere Überlebenschance. Das frühe Stillen rege die Milchproduktion der Mutter an, hieß es in dem Bericht. Dazu gehöre auch die vitamin- und mineralienreiche Erstmilch, das sogenannte Kolostrum, das auch als „erste Impfung“ für Babys gelte. Beim Beginn des Stillens hängt alles vom Zeitpunkt ab“, sagte Henrietta Fore von Unicef.